"Starke Frauen" im Dehnberger Hoftheater am 5. März 2014

Zur Wahlkampfunterstützung für den amtierenden grünen Oberbürgermeister Benedikt Bisping gastierten Victoria Voss (Schauspielerin am Stadttheater Ingolstadt) und ich am Klavier im wunderschönen Dehnberger Hoftheater in Lauf a.d. Pegnitz.

Anne Stegmeier von den Nürnberger Nachrichten schrieb in ihrer Rezension über unser Gesprächskonzert (erschienen im Print "Konzert mit nur ein paar Wahlkampftönen" NN/ 08/03/2014): "Voss eröffnete den literarischen Teil mit einem vernichtenden Urteil über Frauen in der Kunst von Anton Rubinstein. Der von Arroganz und Überheblichkeit nur so strotzende Text, der Frauen jegliche künstlerische Kreativität abspricht, wurde umgehend mit drei Kompositionen von Clara Schumann widerlegt. Mit großem Einfühlungsvermögen und viel Temperament interpretierte die Pianistin das c-moll Scherzo, ebenso zwei melancholische Romanzen. Dazwischen las Voss aus den Tagebuchaufzeichnungen der Komponistin, die ein eindrucksvolles Schlaglicht werfen auf ein Künstlerleben zwischen Selbstzweifeln, Sorgen um die Familie, aber auch Freude über finanzielle Erfolge und künstlerische Anerkennung. Wut und Hilflosigkeit mischen sich in Fanny Hensels Briefen ... Voss' einfühlsamer Vortrag der Texte ergänzte Krumwiedes energiegeladene Interpretation zweier Werke der Komponistin aus der Sammlung "Vier römische Klavierstücke".
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Mit einem Riesenapplaus wurden die beiden Künstlerinnen verabschiedet. Ganz zum Schluss gab es dann doch noch ein politisches Statement in der ansonsten von Wahlkampf freien Veranstaltung. Krumwiede bekannte freimütig, dass sie, wenn sie nach der Wirkung grüner Politik gefragt werde, immer wieder auf die Arbeit des Laufer Bürgermeister Bisping verweise."

 

 

Liebe Besucherinnen und Besucher meiner Homepage,

in der 18. Legislaturperiode des Deutschen Bundestages werde ich nicht mehr Mitglied des Bundestages sein.

Deshalb bitte ich Sie, E-Mails an mich ab Oktober 2013 an folgende Adresse zu senden: agnes.krumwiede[at]gmx.de

04.10.2013  

persönliche Wahlanalyse

Liebe Besucherinnen und Besucher meiner Homepage,

liebe Freundinnen und Freunde,

das ernüchternde grüne Ergebnis der Bundestagswahl hat auch meinen Listenplatz 11 auf der bayerischen Landesliste dahingerafft. Der nächsten grünen Bundestagsfraktion im Deutschen Bundestag werde ich nicht mehr angehören.

Ich bin zuversichtlich, dass die neue grüne Bundestagsfraktion wichtige Akzente setzen wird, damit spätestens 2017 allen Bürgerinnen und Bürgern klar ist: Ehrliche Politik ist wählbar!

Ich bin keine Freundin der Selbstzerfleischung und Schuldzuweisungen nach Wahlen. Die Bayerin in mir sagt „Der Kaas is scho bissen.“ Hier trotzdem der Versuch einer Analyse, was aus meiner Sicht in diesem Wahlkampf schief gelaufen ist, welche Konsequenzen wir daraus ziehen sollten und welche nicht.

» Den gesamten Text meiner Wahlanalyse finden Sie hier

12.07.2013  

Freising

Rede anlässlich des Kulturempfangs der Stadt Freising

von Agnes Krumwiede MdB, kulturpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Sehr geehrte Damen und Herren,

ursprünglich sollte ich heute für Sie Klavier spielen, aber seitdem mein Sohn vor vier Monaten auf die Welt kam, beschränkt sich mein pianistisches Repertoire höchstens auf Kinderlieder. Deshalb besteht mein Beitrag für Sie heute in einer Rede zur Kulturpolitik. Wenn Sie sich jetzt trotzdem lieber Musik wünschen, habe ich dafür natürlich Verständnis:

Musik ist als Kommunikationsform der Sprache weit überlegen. Sie ist eindringlicher und direkter. Aber damit Musik sich frei entfalten kann und damit wir in unserer Gesellschaft die Musik hören, spielen und komponieren können, die uns gefällt – dafür ist das politische Klima entscheidend.

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12.06.2013  

Pressemitteilung

Grüne für eine Bereichsausnahme von Kultur und Medien bei TTIP (Freihandelsabkommen EU – USA)

Anlässlich des per Eilverfahren von der Grünen Bundestagsfraktion beschlossenen Antrags „Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft nur mit starken Standards“ erklärt Agnes Krumwiede, MdB, Sprecherin für Kulturpolitik:

Kunst und Kultur haben einen Wert, der nicht allein mit ökonomischen Kriterien bemessen werden kann. Der Doppelcharakter als Kultur- und Wirtschaftsgut wurde von der EU durch die Unterzeichnung der UNESCO-Konvention anerkannt. Dieser völkerrechtlich bindenden Grundlage zum Schutz und zur Förderung der kulturellen Vielfalt sind Deutschland und die EU bei Verhandlungen mit der USA über das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) verpflichtet.

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06.08.2013  

Kommentar zur Weiterentwicklung der Musikhochschulen in Baden-Württemberg

Die „Beratende Äußerung“ des Baden-Württembergischen Landesrechnungshofes über die Zukunft der Musikhochschulen in Baden-Württemberg berührt essenzielle Fragen.  
Wie viele Instrumentalistinnen und Instrumentalisten „braucht“  unsere Gesellschaft?  
Ich frage mich: Gibt es eine solche „Kosten-Nutzen-Rechnung“ in Form einer „Bedarfs-Analyse“ auch in anderen Bereichen - für Juristinnen und Juristen beispielsweise?

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Foto von Carolin Weinkopf

11.04.2013  

Soziale Lage

„Brotlose Kunst“

Grünes Maßnahmenpaket für eine bessere soziale und wirtschaftliche Lage von Künstlerinnen und Künstlern

Zukunftsängste, Altersarmut und „Patchwork-Karrieren“ nach dem Motto „Kellnern statt Kunst“ sind für viele ausgebildete Künstlerinnen und Künstler in Deutschland bittere Realität. Das sogenannte „Künstler-Prekariat“ hat diverse Ausprägungen: Honorare, die mit sittenwidrigen Löhnen vergleichbar sind, Beschäftigungsverhältnisse auf Honorarbasis ohne Aussicht auf Festanstellung, kein Anspruch auf Krankengeld trotz Einzahlung in die Versicherung, unfaire Vertragsverhältnisse usw. Vom Applaus allein wird niemand satt! Deshalb haben wir ein grünes Maßnahmenpaket zur Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen Lage von Künstlerinnen und Künstlern entwickelt:

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Künstler an die Schulen