08.02.2010  

Pressemitteilung

Solidaritätserklärung zu den Q11-Bildungsstreiks

Ermutigung zur Zivilcourage statt Einschüchterung

Die Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Ingolstadt, Neuburg-Schrobenhausen, Eichstätt Agnes Krumwiede, erklärt zu den Q11-Bildungsstreiks in Bayern:

Ich erkläre mich solidarisch mit den Forderungen des Q11-Bildungsstreiks und möchte die Schülerinnen und Schüler aus Ingolstadt, Neuburg und Eichstätt ausdrücklich ermutigen, für die Verbesserung ihrer Bildungssituation auf die Straße zu gehen.

Seit sechs Schuljahren erleben die bayerischen G8-Schülerinnen und -Schüler sowie deren Lehrerinnen und Lehrer das achtjährige Gymnasium im Probebetrieb. Die Schülerinnen und Schüler, die jetzt in der Q 11, der Qualifizierungsphase des G8, angekommen sind, durchlaufen als erster Jahrgang das neue Modell der Oberstufe und sehen sich immer noch auf einer G8-Baustelle. Sie klagen zu Recht über eine hohe Zeit- und Arbeitsbelastung sowie Unsicherheiten über die Lehrpläne. Verbesserungen wurden zwar versprochen, aber nur unzureichend umgesetzt. Immer noch kämpfen die Betroffenen im Schulalltag mit den Schwachstellen.

Es besteht dringender Handlungsbedarf an den Gymnasien und es ist notwendig, dass Schülerinnen und Schüler selbst, aber auch Eltern und Lehrkräfte Druck auf die Regierung machen und die Verbesserungen hörbar einfordern.

Wenn die Staatsregierung nicht angemessen handelt, ist es guter demokratischer Brauch, auf die Straße zu gehen und zu demonstrieren. Nicht der Q11-Bildungsstreik ist skandalös, sondern das jahrelange Unvermögen des Kultusministerium, die Probleme zu realisieren und anzugehen.
Die Schülerinnen und Schüler des laufenden Q11 benötigen jetzt Ermutigung, Unterstützung und Solidarität statt disziplinarischer Einschüchterung!
Wie wäre es also mit einem Schulausflug am Freitag, 12. Februar 2010, zur Schülerdemo nach München?

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