21.09.2010  

Pressemitteilung

Gegen eine Verlängerung der Kernkraftlaufzeiten!

Zum Atomkompromiss erklärt Agnes Krumwiede, Sprecherin für Kulturpolitik BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Ingolstadt, Neuburg-Schrobenhausen, Eichstätt:

"Bei dem Atomkompromiss handelt es sich um einen schweren Schlag für die kommunalen Projekte zur nachhaltigen Stromerzeugung INenergreen und eichstätt energreen. Die Verhandlungen der Bundesregierung fanden unter Ausschluss kommunaler und alternativer Energieunternehmen statt. Die Stadtwerke haben im Vertrauen auf den Atomausstieg in erneuerbare Energien in der Region investiert. Diese Planungen werden durch den Atomkompromiss torpediert, weil die Anlagen weniger ausgelastet sein werden als kalkuliert. Deutschlandweit sind für Stadtwerke und andere kleine Anbieter Verluste von rund sieben Milliarden Euro zu erwarten. Dies führt weiter zu ausfallenden Gewerbesteuern. Gerade in Zeiten der angespannten kommunalen Haushaltssituation sind verlässliche Rahmenbedingungen aber unabdingbar. Nach den massiven Kürzungen für alternative Energien durch die Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) erweist sich die Atomkraft endgültig als  Blockade-Technologie. Die Verlängerung der Laufzeiten führt auch nicht zu erhöhten Investitionen in die Sicherheit der Atomkraftwerke.

Die großen Verlierer sind damit die Verbraucher, die wegen des Atommonopols mit überteuerten Strompreisen rechnen müssen und gleichzeitig den Gefahren der Kernkraft ausgesetzt sind. Die Landkreise Ingolstadt und Eichstätt sind in der geographischen Mitte des Bundeslandes mit den meisten AKW und ihren Zwischenlagern geradezu eingekesselt. Nicht zuletzt wegen der ungelösten Endlagerfrage ist die Laufzeitverlängerung die größte Generationenungerechtigkeit.

 Ich fordere den Bundestagsabgeordneten Dr. Brandl auf, im Bundestag gegen den Atomkompromiss zu stimmen!"

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