07.06.2010  

Pressemitteilung

Illegal ausgesäten Genmais sofort vernichten!

Anlässlich der bestätigten Recherchen von Greenpeace, dass in sieben Bundesländern mit Genmais verunreinigter Mais ausgesät wurde, erklärt Agnes Krumwiede, Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Ingolstadt, Neuburg-Schrobenhausen, Eichstätt:

Wie das niedersächsische Landwirtschaftsministerium bestätigte, wurde in Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, trotz des Anbauverbotes, illegal Genmais ausgesät.

Als Verbraucherin und regionale Bundestagsabgeordnete bin ich vollkommen entsetzt über diesen Skandal. Sowohl Landwirte als auch Verbraucherinnen und Verbraucher haben diese Informationen nur durch die Recherchen von Greenpeace erhalten. Der Kurs der Agrarministerin reißt der konventionellen Landwirtschaft und dem Ökolandbau den Boden unter den Füßen weg. Unwiderruflich wird die Gentechnik in der Landwirtschaft etabliert und die Konsumenten erst im Nachhinein informiert. Die Agro-Gentechnik widerspricht unserem Ziel einer zukunftsfähigen, umweltgerechten Landwirtschaft, die sich an biologischer Vielfalt und an den Verbraucherwünschen orientiert. Das Aufweichen der Nulltoleranz für in der EU nicht zugelassene Gentechnik-Erzeugnisse zeigt jetzt seine verheerenden Auswirkungen. Wenn der illegal ausgesäte Genmais nicht sofort vernichtet wird, ist es nur eine Frage der Zeit, bis dieser sich auf alle Anbaugebiete ausgebreitet hat.

Ich fordere eine sofortige Nulltoleranz von der Bundesregierung für Gentechnik in der Landwirtschaft, die Abschaffung von Patenten auf Leben und die Kennzeichnungspflicht für Gen-Produkte die durch Anbau, Import oder über Futtermittel in die Nahrungskette gelangen.

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