20.01.2011  

Pressemitteilung

Systemwechsel in der Landwirtschaft überfällig!

Zu dem von der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Ilse Aigner vorgestellten Punkteplan zur Verbesserung der Sicherheit von Futter- und Lebensmitteln erklärt Agnes Krumwiede:

„Nachdem am 23. Dezember 2010 Grenzwertüberschreitungen für Dioxin im Mischfutter festgestellt wurden, hat die Ministerin einen Monat später nun unter öffentlichem Druck mit den Ministern aus Bund und Ländern einen Aktionsplan entworfen.

Die zuletzt eingeflossenen Änderungen begrüße ich ausdrücklich, da sie in vielen Punkten den grünen Forderungen entsprechen. Aber eine grundsätzliche Kritik an dem schwammigen Aktionsplan bleibt bestehen, da es keinen damit verbundenen Zeitplan gibt. Frau Aigner geht es weiterhin um einen technokratischen Verbraucherschutz. Eine Positivliste, die anzeigt, was im Futtermittel enthalten ist, lässt weiterhin auf sich warten.

Es ist endlich an der Zeit für einen Systemwechsel in der konventionellen Landwirtschaft, doch hier traut sich die Ministerin nicht heran. Eine industrielle, auf Kostenoptimierung getrimmte Land- und Lebensmittelwirtschaft kann auf Dauer keine sicheren, qualitätsvollen Lebensmittel erzeugen. Wir fordern die Agrarwende 2.0: Transparenz, Nachhaltigkeit und Verbraucherschutz müssen wieder das Leitbild in der Landwirtschaft werden.“

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