Zeitenwende bei der Agro-Gentechnik: Mit der Schließung des Standortes Deutschland und der Beendigung des Anbaus der Stärke-Kartoffel Amflora wird es vorerst keinen kommerziellen Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in Deutschland geben.
Nach 13 Jahren Kampf um die Zulassung und nach zwei Jahren Anbau der Gen-Kartoffel Amflora gibt BASF auf. Der Chemieriese hat erkannt, dass es für Agro-Gentechnik in Europa keine Akzeptanz gibt. Die Gen-Kartoffel Amflora wurde zwar nicht zum Verzehr angebaut, aber Kontaminationen können bei der Agro-Gentechnik nicht ausgeschlossen werden. Die Verbraucherinnen und Verbraucher wollen kein gen-technisch verändertes Essen auf ihrem Teller und sie wollen wissen, ob das Fleisch, die Milch oder der Käse von Tieren stammt, die mit Gensoja oder Genmais gefüttert wurden. Dass BASF sich nun von der Agro-Gentechnik auf deutschen Böden zurück-zieht ist ein großer Erfolg deutscher Verbraucherinnen und Verbraucher, ein Erfolg aller, die sich seit langem für die agro-gentechnikfreie Landwirtschaft einsetzen!
Es gibt in Deutschland keine Mehrheit für die sogenannte "grüne Gentechnik". Auch das Bundesverfassungsgericht hat die grüne Gentechnik als Hochrisikotechnologie eingestuft. Weiterhin müssen Importe regelmäßig streng kontrolliert werden, damit die Nulltoleranzgrenze für die in der EU nicht-zugelassenen Gentech-Konstrukte eingehal-ten werden kann. In den USA, Brasilien, Argentinien, Kanada und Indien wird Agro-Gentechnik nach wie vor eingesetzt.
Als Wahlkreisabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen setze ich mich ein für die nach-haltige und regionale Landwirtschaft ohne Agro-Gentechnik, die dem Tierschutz eben-so wie dem Schutz unseres Klimas und unserer Umwelt gerecht wird
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