Ingolstadt (DK) Die Bundestagskandidatin der Grünen für die Kreisverbände Ingolstadt, Eichstätt und Neuburg-Schrobenhausen heißt Agnes Krumwiede. Die 31-jährige Diplom-Musikerin wurde am Donnerstagabend bei einer Regionalkonferenz gewählt.
Krumwiede konnte sich gleich im ersten Wahlgang mit 13 von 21 möglichen Stimmen durchsetzen. Hilmar Rosenkranz erhielt fünf, und Johannes Woitzik drei Stimmen. “Musik und Politik vertragen sich nicht – das ist ein Irrtum” begann sie anschließend ihre Rede. Sie kritisierte das Sechs-Milliarden-Programm für Bildung und Forschung von Ministerin Anette Schavan: “Mit Schritten nach rückwärts kommen wir nicht vorwärts.” Sie monierte aus dem Förderprogramm die Kohle- und Gasverwertung, anstatt auf erneuerbare Energien zu setzen. Studenten müssten Technologien erlernen, die unseren Planeten gefährdeten. Besser wäre es, mit musischen Fächern soziale Kompetenz und Kreativität zu fördern, meinte sie.
Schavans These der “Brückentechnologie Atomenergie” erteilte Krumwiede mit Hinweis auf eine Freundin, die unter den Folgen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zu leiden hat, eine Absage: “Atomenergie ist eine menschenfeindliche Technologie.” In der aktuellen Krise sei Horst Seehofer mit seiner Forderung, die Automobilindustrie vor den Forderungen nach alternativen Antriebssystemen zu bewahren, auf dem falschen Weg.
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