Heute, am 13. Oktober 2011, findet erstmalig der bundesweite „Tag der Soziokultur“ statt. Unter dem Motto „vernetzt“ werden im Netz und vor Ort Veranstaltungen durchgeführt, die die vielfältige soziokulturelle Arbeit sichtbar machen. Ich wünsche allen Beteiligten ein gutes Gelingen und somit einen erfolgreichen Tag mit viel Resonanz für die soziokulturelle Arbeit.
Soziokultur spielt für die kulturelle Vielfalt in unserem Land eine entscheidende Rolle. Ihre Bandbreite umfasst Jugendprojekte, kulturelle und politische Bildungsarbeit über Sozial- und Integrationsarbeit bis hin zur Seniorenarbeit. Wie erfolgreich soziokulturelle Arbeit sein kann, zeigt sich exemplarisch an den rund 24 Millionen Besuchen pro Jahr in soziokulturellen Einrichtungen. Diese Größenordnung ist vergleichbar mit der Anzahl an Besuchen an allen Staats- und Stadttheatern des Deutschen Bühnenvereins oder mit jenen aller Fußballklubs der ersten beiden Fußballligen.
Die breite gesellschaftliche und politische Anerkennung der soziokulturellen Arbeit wirkt sich bisher jedoch nicht auf die Förderpraxis aus. Um einen dauerhaften Bestand der am „Tag der Soziokultur“ sichtbar gemachten soziokulturellen Arbeit zu gewährleisten, ist ein Ausbau der Förderung deshalb auch von Bundesseite notwendig.
Wir fordern daher die Bundesregierung auf, unsere grünen Anträge zur notwendigen Aufstockung der Mittel für den „Fonds Soziokultur“ und der „Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren“ innerhalb des Kulturetats umzusetzen. Lippenbekenntnisse der Koalition reichen nicht aus, um die am heutigen Tage zu bestaunende Vielfalt soziokultureller Arbeit zu erhalten und zu stärken.
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