Kulturpolitik

Für ein neues, kreatives Denken

Ich bin überzeugt von der Notwendigkeit eines neuen Denkens und möchte mich deshalb im Bundestag für mehr kreative Bildungsinhalte einsetzen. Um den komplexen Herausforderungen unserer Zeit gerecht zu werden, brauchen wir Menschen, die mit Fantasie und sozialen Kompetenzen ausgestattet sind. Motivation zu eigenständigem, flexiblen Denken und die Vermittlung von Problemlösungs- und Lebenskompetenzen sollten im Zentrum eines Bildungssystems der Zukunft stehen.

Leistungsdruck, Stress, Zukunftsängste: Frustrierte Schülerinnen und Schüler sind das Ergebnis unserer reaktionären Bildungspolitik.

Über 50% der Schulpflichtigen leiden unter chronischen Gesundheitsbeschwerden. Bildungsarmut hat viele Gesichter, Kinder mit Migrationshintergrund sind besonders benachteiligt: In kaum einem anderen Land sind Herkunft und Einkommen der Eltern so entscheidend für den Schulabschluss.

Unser derzeitiges Bildungssystem orientiert sich an Auslese und unreflektierter, mechanistischer Wissensspeicherung.

Eine einseitige Ausrichtung auf kognitive Kompetenzen, wie die PISA-Studie sie verlangt, ist verantwortlich für das aktuelle Schlamassel.

Wir brauchen mehr Kreativität!

Dafür müssen wir Fantasie und Individualität fördern, anstatt sie zu unterdrücken.

Ein tolerantes und kreatives Denken eröffnet neue Horizonte. Dazu gehört auch, das Unkonventionelle als Bereicherung zu begreifen. Menschen mit Migrationshintergrund sind ein kultureller Gewinn für unsere Gesellschaft.

Als Musikerin möchte ich die Stimme der Kulturschaffenden in der Politik stärken:
Wir fordern mehr Freiraum im Lehrplan für musische Fächer und kreative Inhalte.
Kulturelle Bildung, die nicht dem Schubladen-Denken in den Unterschieden zwischen Massen- und Hochkultur verhaftet ist, steigert das Selbstbewusstsein junger Menschen.

Schulfächer wie Theater, Hip-Hop, Malerei, Musik und Tanz oder das Erlernen eines Instruments entsprechen vielleicht auf den ersten Blick nicht dem Zweck der Vorbereitung auf das spätere Berufsleben. Auf den zweiten Blick schon: Denn gemeinschaftliche Projekte erhöhen die soziale Kompetenz, musische Inhalte können die Fantasie anregen. Wenn ein junger Mensch in seinem eigenen künstlerischen Ausdruck gefördert und bestätigt wird, steigert dies außerdem die Motivation zum Lernen für die Wissens-Fächer.

Zu den Grundvoraussetzungen eines Bildungssystems mit gestärkten kulturellen Inhalten gehören Zeit und Raum im Lehrplan. Und die Bedingung, dass jedes Kind unabhängig von Herkunft und Einkommen der Eltern gleichermaßen Zugang zu kultureller Bildung erhalten muss.

Das Modell der Ganztagsschule ist am besten geeignet, um Sport, Musik, Theater und Kunst als Ausgleich zum Unterricht in den Kernfächern zu etablieren.

Musische Fächer sind nicht „von sich aus“ kreativ, die Vermittlung durch qualifizierte und motivierende Lehrkräfte ist entscheidend. Eine stetige Vernetzung zwischen Schule, kulturellen Institutionen und auch Sportvereinen ist daher notwendig, um inspirierenden Unterricht durch qualifizierte Fachkräfte zu gewährleisten.

Kreatives Denken kann auch Wissensfächer und Sprachen bereichern, wenn innovative, abwechslungsreiche Lehr- und Übungsmethoden („Lernen lernen“) angewendet werden.

Sorgen Sie dafür, dass mehr glückliche Kinder an unseren Bildungseinrichtungen fantasievolle Strategien für die Zukunft entwickeln!

Tragen Sie dazu bei, dass überholte Strukturen, die unsere Wirtschaft, unser Klima und den Geist unserer Gesellschaft ruinieren, nicht weiterhin im Bundestag den Ton angeben!

Wählen Sie am 27. September Grün:

  • Für ein neues, kreatives Denken statt Quadratschädeltum
  • Mehr Rechte für Frauen, Kinder und Familien
  • Für eine tolerante Gesellschaft, in der Ausgrenzung und Rechtsextremismus keine Chance haben
  • Für mehr Gerechtigkeit statt hohler Steuersenkungsversprechen
  • Für umfassende Investitionen in Bildung

 


Ihre Agnes Krumwiede

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